Förderrichtlinien

Vergabe von Stiftungsmitteln

Nach Beschluß des Vorstandes vom 12.09.2014 erfolgt die Förderung gemäß der nachstehenden Zuwendungsrichtlinie. Die Stiftung behält sich vor, im Einzelfall von dieser Richtlinie abzuweichen.

Zuwendungsrichtlinie

1. Grundsätze

Die Stiftung fördert Maßnahmen bzw. Projekte in den Grenzen der Evangelischen Landeskirche Anhalts, die § 2 Abs. 3 der Stiftungssatzung entsprechen. Die zu fördernden Maßnahmen müssen daher insbesondere folgenden Zwecken dienen:

a. Unterstützung der Weitergabe des Evangeliums

b. Förderung der kirchlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

c. Förderung der kirchlichen Arbeit mit älteren Menschen

d. Unterstützung hilfsbedürftiger Personen

e. Förderung gemeindenaher Diakonie

f. Unterstützung der Kirchenmusik

g. Förderung der Ökumene

h. Förderung der kirchengeschichtlichen Arbeit

Maßnahmen, die im Zusammenhang mit diesen Zwecken stehen, können ebenfalls gefördert werden. Hierzu zählen im Einzelfall Projekte, die das Verständnis für die Region Anhalt in Geschichte und Gegenwart fördern, die Zusammenarbeit von Trägern anhaltischer Belange unterstützen oder dazu dienen, das kulturelle Leben in Anhalt zu bereichern.

2. Ausschlußkriterien

Nicht gefördert werden:

a. Laufende Kosten

b. Projektunabhängige Personalkosten

c. Allgemeine Bau- und Sanierungsmaßnahmen

Ausgeschlossen ist eine institutionelle Förderung.

3. Förderhöhe

Die Förderung erfolgt als verlorener Zuschuss in Höhe von maximal 90% des Gesamtvolumens. Eine Nachförderung bedarf einer besonderen Begründung. Im Einzelfall kann der Vorstand abweichend entscheiden.

4. Antragsverfahren

a. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die einen Projektträger repräsentieren.

b. Der Antrag ist schriftlich zu stellen. Er soll nicht mehr als 3 DIN A 4-Seiten umfassen. Er muß folgendes enthalten:

  • Eine Projektbeschreibung (Zielsetzung, Zeitachse, Ort, Mittel und Personal, Träger),
  • Ein gegliederter Kosten- und Finanzierungsplan einschließlich der Versicherung des Vorhandenseins der erforderlichen Eigenmittel und des Nachweises der beantragten oder zugesagten Fremdmittel,
  • Eine für das Vorhaben gegenüber der Stiftung verantwortliche Person. Unvollständige Angaben sind innerhalb der Antragsfrist zu ergänzen.

5. Antragsfrist

Der Antrag soll bis zum 30. November zur Förderung im Folgejahr in der Geschäftsstelle vollständig vorliegen. Der Vorstand behält sich vor, später eingereichte Anträge auf das darauffolgende Jahr zu verschieben. Aus besonderen Gründen kann der Vorstand andere Antragsfristen vorsehen.

6. Bewilligung und Ablehnung

a. Ein Rechtsanspruch auf Förderung ist ausgeschlossen.

b. Die Stiftung entscheidet regelmäßig bis zum 31. Januar.

c. Anträge, die offensichtlich nicht die Fördervoraussetzungen erfüllen, können ohne Vorstandsbeschluß von der Geschäftsstelle zurückgewiesen werden.

d. Über Ablehnung oder Förderung wird der Antragsteller ohne Angabe von Gründen unterrichtet.

7. Auszahlung

Zuschüsse werden auf schriftliche Anforderung frühestens 2 Monate vor Projektbeginn per Überweisung ausgezahlt. Projektbeginn liegt vor, sobald kostenpflichtige Vorbereitungsmaßnahmen anfallen. Eine symbolische Auszahlung soll als besonderer Akt öffentlichkeitswirksam erfolgen und ist zwi-schen Stiftung und Träger abzustimmen.

8. Mitwirkungspflichten

Der Projektträger verpflichtet sich zu einer freundschaftlichen Zusammenarbeit mit der Stiftung. Hierzu zählen insbesondere, dass:

a. der Projektträger alle wesentlichen Veränderungen des Projektes mitteilt;

b. bei Präsentationen vor Beginn oder im Laufe der Projektrealisierung die Stiftung rechtzeitig eingeladen werden soll. Gleiches gilt für Eröffnungen oder Inbetriebnahmen etc.;

c. in vorgesehenen Publikationen (Programme, Broschüren, Plakate, Einladungen etc.) auf die Förderung durch die Stiftung hingewiesen wird.

Bei Verstößen gegen diese Mitwirkungspflichten kann ein Ausschluss des Projektträgers von weiterer Förderung erfolgen, im Falle des Buchstabens a. zusätzlich eine Rückforderung gem. Ziffer 12.

9. Verwendungsnachweis

Der Verwendungsnachweis ist innerhalb von 3 Monaten nach Abschluß des Projektes unaufgefordert vorzulegen. Er muß enthalten:

a. eine Übersicht über die Zweckerreichung mit digitaler Foto- und ggf. Filmdokumentation zur Verwendung durch die Stiftung (Auflösung von mindestens 300 dpi) sowie der tatsächlich geleisteten Ausgaben (Belege zur Mittelverwendung, ggf. zusammengefasst und in Kopie),

b. bei Veröffentlichungen 2 Belegexemplare,

c. Medienberichte und Rezensionen in Kopie, soweit vorhanden.

10. Prüfungsrecht

Die Stiftung ist berechtigt, alle Unterlagen, die das geförderte Projekt betreffen, selbst oder durch Beauftragte zu prüfen.

11. Verfahren bei geringer Förderung

Bei Zuschüssen unter 500,00 € wird regelmäßig ein vereinfachtes Verfahren angewendet.

12. Rückforderung von Zuwendungen

Bei falschen oder fehlerhaften Antragsunterlagen einschließlich der Mitteilungen über wesentliche Veränderungen des Projektes oder nicht termingerechten oder unvollständigen Verwendungsnachweisen kann die Stiftung Zuwendungen ganz oder teilweise zurückfordern.

13. Anerkenntnis

Mit Antragstellung erkennt der Antragsteller diese Richtlinie als für ihn und das Projekt verbindlich an.

Dessau-Roßlau, den 12.09.2014

gez. Wolfgang Philipps
Vorsitzender des Vorstandes